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Im Museum

Wie war das eigentlich, als der Supermarkt noch Tante-Emma-Laden hieß, der Schuhmacher noch Schuhe machte, es noch kein Badezimmer, keine Waschmaschine keinen Computer gab? Von Haus und Hof, dem Arbeits- und Schulalltag, der christlichen Seefahrt und vielem mehr erzählen unsere Museen.

Museum „Vergessene Arbeit“

Auf einer Fläche von etwa 1.500 Quadratmetern hat das Museumsteam, das ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern besteht, eine in Norddeutschland wohl einzigartige Sammlung von früher gebräuchlichen Gerät­schaften zusammengetragen: von verschiedensten Handwerkern, aus Land-, Forst- und Haus­wirtschaft sowie aus dem Alltagsleben der letzten 100 Jahre.
 
Die älteren Besucher erinnern sich an vieles, das sie aus der Kindheit kennen. Kinder und Jugendliche erleben hier eine neue Welt. Spätestens bei der Sammlung alter Kommunikationsgerätekommen sie aus dem Staunen nicht heraus. Speziell für diese Generation wurde hier ein sehr anschauliches, erlebnisorientiertes und museumspä­da­gogisches Angebot geschaffen. Kinder dürfen zum Beispiel Seile drehen,  bohren, schleifen, Korn mahlen und vieles mehr.
 
Besonders gut kommen bei den Besuchern der voll eingerichtete Gemischtwarenladen, die Schulstube,  die Mägdekammer, die Kutschen und Feuerwehrgerätschaften an. 
 
Weitere Infos 
Schulstraße 10, 23847 Steinhorst
Wolfgang Bentin
Tel. 04501/1061

 

Schiefertafeln liegen in der Schulstube von anno dazumal auf den Tischen.
In der Waschküche wird deutlich, wieviel einfacher die Hausarbeit heute ist.

Museum „Vun Hus un Hoff“

Im Viehstall eines ehemaligen Bauernhofes eröffnete im April 2007, nachdem viel ehrenamtlicher Schweiß bei der Restaurierung geflossen war, das kleine Landmuseum „Vun Hus un Hoff“.
 
Exponate aus Hand­werk, Haushalt und Landwirt­schaft demon­strieren hier eindruckvoll das arbeitsreiche Leben unserer Vorfahren. Kinder staunen über die riesige Bohr­ma­schine, die nur zu zweit be­dient wer­den kann, über die Kü­chen­ein­rich­tung mit dem „ollen Schapp“ und einem Kohle­herd, auf dem der Vor­gänger unseres Schnell­­koch­topfes steht und erst recht über die Bade­zim­merein­rich­tung von anno da­zumal, an die sich vermutlich nicht einmal die Eltern erinnern. 
 
Weitere Infos 
„Vun Hus un Hoff“
Linau-Busch 1c
22959 Linau
Hereinspaziert! Im ehemaligen Viehstall gibt es allerhand zu entdecken.
Am Museum „Hus un Hoff“ ist Waschtag – mühsam, wie er früher eben war.

„Maritimes Privat-Museum“

Hinrich Grätz ist zur See gefahren, so wie sein Vater, Großvater und Urgroßvater. 37 Jahre lang! Da erlebte er so einiges, wovon er Interessierten gerne erzählt. Und Exponate aus aller Herren Länder brachte er mit: Arbeitsgeräte und Schiffsmodelle, Fotos, Dokumente und Karten, Flaggen und Stempel… Mehrere hundert Ausstellungsstücke hat der leidenschaftliche Seefahrer restauriert, bevor sie in seinem maritimen Museum in Krummesse ihren Platz fanden. 

Heinrich Grätz ist stolz auf die maritimen Schätze in seinem Privat-Museum.
Die maritime Sammlung kann nur nach telefonischer Terminab­sprache besichtigt werden.
 
Weitere Infos 
Hinrich Grätz
Tel. 04508/686


„Meine kleine Werkstatt“…

…nennt Egon Kemp sein kleines Privatmuseum. Er hat im Laufe der Jahre Werkzeuge aller Art gesammelt und archiviert. Eine richtige Fundgrube: Tausende Sammlerstücke hängen fein säuberlich sortiert an den Wänden. Hundert unterschiedliche Zangen und Hammer verschiedener Gewer­ke… „Das älteste Stück ist 150 Jahre alt – eine Schränkzange“, berichtet Egon Kemp und erklärt auch gleich, wofür man sie verwendet. Er kann zu fast jedem Stück eine Geschichte erzählen. Und das macht er auch.

„Wer einen Blick in meine kleine Sammlung werfen möchte, kann gerne vorbeikommen. Geöffnet ist, wenn ich zu Hause bin.“

Weitere Infos 
Egon Kemp
23919 Berkenthin
Tel. 04544/8229762

Günter Grass-Haus

Das Museum verfügt über eine Sammlung mit mehr als 1.300 bildkünstlerischen Arbeiten und zahlreichen Manuskripten von Günter Grass. Es stellt in verschiedenen Themenkreisen das Zusammenwirken von Wort und Bild im Werk des weltberühmten Nobelpreisträgers vor: z.B. in der Ausstellung „Das Ungenaue genau treffen“, die immer wieder neue Einblicke in den Schaffensprozess des Schriftstellers, Grafikers und Bildhauers gibt.

Der 1927 in Danzig geborene Schriftsteller, Grafiker und Bildhauer lebte von 1986 bis zu seinem Tod im April 2015 mit seiner Ehefrau Ute in der Stecknitz-Region und wurde auf dem Behlendorfer Friedhof beigesetzt.

Zum historischen Gebäudeensemble, in dem sich das Museum befindet, gehören ein idyllischer Skulpturenhof und ein Museumsgarten.
Weitere Infos 
Forum für Literatur und bildende Kunst,
Glockengießerstraße 12
23552 Lübeck
Tel. 0451/1224230,

 

Elbschifffahrtsmuseum

„Mensch – Modell – Maschine“ lautet das Motto der interaktiven, interessanten Ausstellung im Elbschifffahrtsmuseum, das bereits seit 1926 besteht. Modernisiert im Jahr 2011, beherbergt es heute sehr viele Originalexponate über die Entwicklung der Elbschifffahrt. Statt langer Texte geben kurze Filme einen Überblick. Highlights sind die begehbaren Erlebniswelten und die Erläuterungen mit Modellen der sog. Kettenschifffahrt auf der Elbe: Schiffe wurden bei ihrer Fahrt flussaufwärts „an die Kette gelegt“, um gegen die starke Strömung bestehen zu können. Und – das Museum ist eine „Schatzkammer der Schiffsantriebe“ und wird Technikbegeisterte in ihren Bann ziehen.
 
Zum Museum gehört auch der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, der als schwimmendes Exponat vom „Verein zur Förderung des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums“ betrieben und unterhalten wird.  Im Sommer werden Fahrten auf der Elbe angeboten.
Interaktiv und interessant: Die Geschichte vom Schiffbau und 1.000 Jahren Elbschifffahrt
Weitere Infos 
Forum für Literatur und bildende Kunst,
Glockengießerstraße 12
23552 Lübeck
Tel. 0451/1224230,

 

Deutsches Salzmuseum

Als eines der ältesten Kulturgüter hat das Salz die Geschichte der Menschheit entscheidend geprägt. Nicht umsonst wird es auch „weißes Gold“ genannt. Heute noch ist es ein wesentlicher Bestandteil unserer Alltagswelt. Grund genug, dem Deutschen Salzmuseum in Lüneburg einen Besuch abzustatten.
 
Lüneburg ist die Salzstadt im Norden. Über 1.000 Jahre lang bestimmte das Salz das Leben der Stadt, machte sie reich und mächtig. Erst 1980 schloss das Salzwerk, eines der ältesten und größten Industriebetriebe Europas, seine Pforten. Seitdem erinnert das „Deutsche Salzmuseum/Industriedenkmal Saline Lüneburg“ an seine ruhmreiche Vergangenheit.
 
Wissenswertes, Interessantes, Spannendes und Kurioses zum Thema Salz erfährt der Besucher auf anschauliche und gar nicht „museale“ Weise.  Das Museum macht neugierig auf die faszinierende Welt des Salzes.
 
Salz bestimmte mehr als 1.000 Jahre lang das Leben der Stadt Lüneburg. Heute ist auf dem Gelände der ehemaligen Saline das Salzmuseum untergebracht.
Weitere Infos 
Sülfmeisterstraße 1
21335 Lüneburg
Tel. 04131/7206513, www.salzmuseum.de

 

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